„Viele Fotografen haben meine Hämmer fotografiert. Viele von ihnen haben gute und sehr gute Bilder dieser für mich mythologischen Gegenständen produziert.

 

Die Aufnahmen, die Thomas de Leon gemacht hat, ragen in der Qualität aus all den anderen Aufnahmen heraus.

Der Grund ist nicht einfach zu beschreiben. 
Hier ein Versuch:

Thomas de Leon hat eine Anschauung der „Sexyness“ dieser Werkzeuge entwickelt, er hat meine Hämmer nicht abfotografiert, er hat sie portraitiert.

Es ist, das wird niemand abstreiten, ein Unterschied ob man Menschen oder Gegenstände ablichtet.

Wenn ein Kamerakünstler eine Person abbildet, ist er herausragend, wenn es ihm gelingt, die Lebendigkeit, vielleicht sogar die erotische Ausstrahlung dieses menschlichen Wesens sichtbar zu machen.

Gegenstände aber verfügen von sich aus nicht über diese Qualitäten.

Um diese Art der Darstellung zu erreichen, muss ein Kameravirtuose diese Qualitäten quasi in den Gegenstand „hineinsehen“ können, um sie dann in der Fotografie zu bannen.

Um zu beschreiben, wie das funktioniert, fehlen mir die Worte, dass Thomas diese Kunst aber beherrscht, ist offensichtlich, dazu muss man sich nur die Bilder zu Gemüte führen, die er von meinen Hämmern gemacht hat."

Oskar Mahler